projects:linuxserver
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| projects:linuxserver [2014-02-16 17:05] – [Marktentwicklung] andreas | projects:linuxserver [2014-02-16 17:15] (aktuell) – [RedHat] andreas | ||
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| + | ====== Linux Server ====== | ||
| + | ===== Linux Distributionen ===== | ||
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| + | Die folgenden Linux Distributionen gelten als Favoriten für den Einsatz als [[#Server OS]]. Der Einsatz als [[# | ||
| + | * [[#Arch]] | ||
| + | * [[#CentOS]] | ||
| + | * [[#Debian]] | ||
| + | * [[#GenToo]] | ||
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| + | * [[# | ||
| + | * [[#SuSe]] | ||
| + | * [[#Ubuntu]] | ||
| + | ==== Arch ==== | ||
| + | {{arch.jpg}}\\ | ||
| + | Arch Linux ist eine Distribution welche sich an erfahrene Linux Anwender richtet. Sie wurde komplett “from Scratch” aufgebaut. Das bedeutet, dass Arch Linux nicht auf eine andere Linux Distribution aufbaut sondern von Grund auf gebaut wurde. Ihre Philosophie besteht darin das System einfach zu halten und nicht zu überladen. Zudem werden keine GUIs für die Konfiguration zur Verfügung gestellt. Als Paketverwaltungssystem kommt Pacman zum Einsatz, welches ähnlich wie die APT Verwaltung von Debian ist. | ||
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| + | Neue Versionen werden hierbei als “rolling release” verteilt, also monatlich als Snapshots vom aktuellen Entwicklungsstand. Es werden alle gängigen Desktopumgebungen unterstützt, | ||
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| + | Auf der Schattenseite hat jeder Rolling-Release-Update-Mechanismus seine Gefahren: ein menschlicher Fehler schleicht sich ein, eine Bibliothek oder Abhängigkeit geht verloren, eine neue Version einer Anwendung im Repository hat einen noch nicht gemeldeten kritischen Fehler... Es ist schon vorgekommen, | ||
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| + | Vorteile: Exzellente Infrastruktur zum Software-Management; | ||
| + | Nachteile: Gelegentliche Instabilität und Gefahr eines Systemausfalls, | ||
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| + | Webseite: https:// | ||
| + | ==== CentOS ==== | ||
| + | CentOS (Community ENTerprise Operating System) baut auf die kostenpflichtige RHEL (RedHat Enterprise Linux) Distribution auf und ist dazu 100% binärkompatibel, | ||
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| + | CentOS ist durch die Anlehnung an RHEL eine sehr weit verbreitete Linux Distribution, | ||
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| + | CentOS wird häufig als zuverlässige Server-Distribution betrachtet. Es bringt die gleiche Zusammenstellung von erprobtem und stabilem Linux-Kernel und Software-Paketen mit, die auch die Basis seines Ursprungs, Red Hat Enterprise Linux, bilden. Obwohl es ein von Freiwilligen betriebenes Gemeinschafts-Projekt ist, hat es insbesondere unter erfahrenen Linux-Administratoren den Ruf erworben, eine stabile, kostenlose Alternative zu den teureren Server-Produkten am Markt zu sein. CentOS ist auch als Desktop-Lösung für Unternehmen geeignet, besonders dort, wo Stabilität, | ||
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| + | Trotz seiner Vorteile mag CentOS nicht die beste Lösung für alle Anwendungs-Szenarien sein. Nutzer, die eine Linux-Distribution mit der neuesten Linux-Technologie und den aktuellsten Software-Paketen bevorzugen, sollten sich woanders umsehen. CentOS' | ||
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| + | Vorteile: Extrem erprobt, stabil und zuverlässig; | ||
| + | Nachteile: Neueste Linux-Technologien fehlen; manchmal kann das Projekt sein Versprechen, | ||
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| + | Website: http:// | ||
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| + | Als Variante gibt es SME Server mit einer Web basierten Administrationsoberfläche | ||
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| + | Website: http:// | ||
| + | ==== Debian ==== | ||
| + | {{debian.jpg}}\\ | ||
| + | Fels in der Brandung: Debian wird 20 Jahre alt und steht wie keine andere Distribution für Stabilität und Zuverlässigkeit. Deswegen werden neueste Programme und Komponenten sorgfältiger und langsamer integriert als bei der Konkurrenz, was das System besonders für Server geeignet macht. Bekannt gewordene Sicherheitslücken werden aber im Eiltempo gefixt und entsprechende Updates sofort zur Verfügung gestellt. Patches und Bugfixes von Debian-Paketbetreuern fließen oft „upstream“ zurück zu Kernel-Entwicklern und Programmierern. Auf dem Paketformat DEB und der Paketverwaltung APT ist auch Ubuntu aufgebaut. Neue Debian-Ausgaben erscheinen rund alle zwei Jahre, und die Entwicklung erfolgt in mehreren Zweigen: Debian Unstable bietet neueste Software, die für weitere Tests in Debian Testing landet, das wiederum die Vorstufe zu Debian Stable ist. Die Software-Auswahl ist riesig: Allein in Stable stehen mehr als 23 000 Pakete bereit. | ||
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| + | Die stufenweise Integration und Stabilisierung von Paketen und Funktionen, zusammen mit den eingeführten Mechanismen des Projektes zur Qualitätskontrolle, | ||
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| + | Der langwierige und komplexe Entwicklungsstil hat allerdings auch seine Nachteile: die stabilen Veröffentlichungen von Debian sind nicht sonderlich aktuell und sie veralten schnell, insbesondere da neue stabile Veröffentlichungen nur alle 1 - 3 Jahre erfolgen. Jene Nutzer, die die aktuellsten Pakete und Technologien bevorzugen, sind gezwungen, die potentiell fehlerbehafteten " | ||
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| + | Wer einen Einsatz von einer stabilen Debian-Version erwägt, muss auf Debian GNU/Linux 7 " | ||
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| + | Website: http:// | ||
| + | ==== GenToo ==== | ||
| + | {{gentoo.jpg}}\\ | ||
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| + | Gentoo ist eine Linux Distribution welche sich an erfahrene Linux User richtet und für Einsteiger eher ungeeignet ist. Auf grafischen Verwaltungs-Schnickschnack wird weitgehend verzichtet und jede Kleinigkeit muss selber kompiliert bzw. eingestellt werden. Genau hierbei liegt aber auch der große Vorteil an Gentoo, welches dadurch sehr schlank gehalten und somit perfekt für jedes System anpassbar ist. Es glänzt dadurch sehr stark durch seine Performance. | ||
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| + | In Sachen Software-Verwaltung unterscheidet sich Gentoo stark von anderen Distributionen und geht mit dem sehr fortschrittlichen “Portage” System einen eigenen Weg. Ein Paketformat, | ||
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| + | Dies ist natürlich eher für Administratoren interessant, | ||
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| + | Website: http:// | ||
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| + | ==== RedHat ==== | ||
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| + | Der Linux-Distributor Red Hat ist im Server-Bereich derzeit Marktführer. Die Firma hat zwar mit **Fedora** auch eine Desktop-Ausgabe, | ||
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| + | Die Red-Hat-Entwickler legen extrem viel Wert auf Stabilität und ausgiebiges Testen. Deswegen werden neueste Technologien sorgfältig und häufig etwas langsamer integriert als bei der Konkurrenz. Das ist aber kein Nachteil, weil das Betriebssystem als sehr zuverlässig und solide gilt. Wer sozusagen "On the Edge" experimentieren möchte, kann auf das von Red Hat gesponserte Fedora-Projekt zurückgreifen. Erst wenn sich Technologien dort bewährt haben, übernehmen die Entwickler diese in Red Hat Enterprise Linux. | ||
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| + | Gleich am Anfang der Installation können Administratoren auswählen, ob sie das System nur mit einem Standard-Grafik-Treiber einspielen möchten. Das garantiert maximale Kompatibilität in Sachen Grafikhardware. Ansonsten folgen Sie einfach dem Installations-Assistenten. Red Hat bietet bereits eine Auswahl an möglichen Szenarien für den Einsatz des Servers. Sie können aber auch zum Beispiel das Basis-Paket wählen und dann das System mit der Auswahl von weiterer Software individuell anpassen. Wer eine grafische Oberfläche und entsprechende Administrations-Tools haben möchte, kann dies ebenfalls so bestimmen. Ansonsten installieren sich die Server-Pakete ohne X-Server und bieten nach dem Neustart eine schlichte Konsole. | ||
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| + | In Sachen Virtualisierung setzt RHEL auf KVM (Kernel-based Virtual Machine). Damit lassen sich unmodifizierte Windows- oder Linux-Abbilder betreiben. Jede virtuelle Maschine erhält private, virtualisierte Hardware. Seit der neuesten Version kann jeder Gast statt 64 virtuelle CPUs 160 haben. In Sachen Arbeitsspeicher ist das Limit von 512 GByte auf zwei TByte gestiegen. | ||
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| + | Ein weiterer großer Vorteil von RHEL ist die Langzeitunterstützung. Während die Lebenszeit von Fedora-Ausgaben nur 13 Monate beträgt, garantiert Red Hat bis zu zehn Jahre. Red Hat Enterprise Linux Server gibt es ab 349 US-Dollar pro Jahr. Die Preise staffeln sich je nach Unterstützungs-Vertrag und auch eingesetzten CPUs. Eine komplette Preisliste finden Sie im Online-Shop des Anbieters. | ||
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| + | Ein besonderes Lob muss man für das vorbildliche Online-Handbuch aussprechen. Hier findet der Administrator eigentlich Alles, was sein Herz begehrt. Übersichtlich und sehr umfangreich sind die Dokumente gehalten. Allerdings sollten Sie der englischen Sprache mächtig sein. | ||
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| + | Website: www.redhat.com | ||
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| + | Eine Variante für das Enterprise Linux ist Oracle Linux, das ebenfalls auf Red Hat Linux basiert. | ||
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| + | Website: http:// | ||
| + | ==== SlackWare ==== | ||
| + | {{slackware.jpg}}\\ | ||
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| + | Als lebendiges Fossil unter den Linux-Distributionen hat sich Slackware in eine Nische zurückgezogen, | ||
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| + | Slackware Linux ist eine hoch technische, saubere Distribution mit nur einer sehr beschränkten Anzahl speziell erstellter Anwendungen. Es verwendet ein einfaches text-basiertes Installationsprogramm und ein vergleichsweise primitives Paket-Management-System, | ||
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| + | Während diese Philosophie der Einfachheit seine Befürworter hat, ist es eine Tatsache, dass Slackware zunehmend zu einem " | ||
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| + | Vorteile: wird als sehr stabil, sauber und fehlerfrei betrachtet, strikte Befolgung der UNIX-Prinzipien | ||
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| + | Nachteile: Eingeschränkte Anzahl offiziell unterstützter Anwendungen; | ||
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| + | Website: http:// | ||
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| + | Als Variante gibt es eine spezielle Version SMS (Superb Mini Server), die wesentliche Voraussetzungen beinhaltet und eine Web - Basierte Konfigurationsoberfläche anbietet. Es wird von mäßiger Performance in VirtualBox berichtet, was aber mit fehlenden Client Additions begründet sein kann. Das könnte ein generelles Thema bei Slackware sein. | ||
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| + | Website: http:// | ||
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| + | ==== SuSe ==== | ||
| + | {{suse.jpg}}\\ | ||
| + | Einen langen und wechselhaften Weg hat das besonders einsteigerfreundliche Open Suse hinter sich, das ebenfalls auf dem RPM-Paketformat basiert. Ursprünglich entstand die Distribution 1992 in Fürth unter dem Namen S.u.s.E Linux (Software- und System-Entwicklung). Nach der Übernahme durch Novell im Jahr 2005 änderte sich der Name zu Open Suse und ist wie Fedora ein von der Community entwickeltes Projekt. Aktuell ist es beim Netzwerkausrüster Attachmate untergekommen, | ||
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| + | Als kostenpflichtige Variante gibt es Suse Linux Enterprise Server | ||
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| + | Vorteile: Umfassendes und intuitiv bedienbares Konfigurations-Werkzeug; | ||
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| + | Nachteile: Novells Patent-Vertrag mit Microsoft vom November 2006 legitimiert scheinbar Microsofts Besitztumsansprüche gegenüber Linux; die umfangreiche Ausstattung des Desktop und dessen grafische Dienstprogramme werden manchmal als " | ||
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| + | Website: http:// | ||
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| + | ==== Ubuntu ==== | ||
| + | {{ubuntu.jpg}}\\ | ||
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| + | Die einsteigerfreundliche Distribution mit der größten Popularität unter Desktop-Anwendern ist ein Allrounder mit hervorragender Hardware-Unterstützung. Auf dem Desktop geht Ubuntu zunehmend Sonderwege, die etwas am Image des Debian- Abkömmlings kratzen. Varianten wie Kubuntu, Xubuntu und Lubuntu mit traditionellen Desktops genießen seit der Einführung von Unity mehr Aufmerksamkeit. | ||
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| + | Der Realeasezyklus von Ubuntu beläuft sich auf zwei Version im Jahr (jeweils im April und Oktober). Vor dem Release werden kontinuierlich die Pakete von der Debian Unstable Version (Entwicklungspakete) kopiert und die Ubuntu Entwickler bauen die eigene Paketstruktur auf der Debian Version auf. Einen Monat vor dem Release werden die Imports gestoppt und die Paketentwickler haben Zeit um ihre Programme an die neue Version anzupassen und zu gewährleisten das diese funktionieren. Der Weg, den somit die Pakete der Entwickler gehen ist dadurch bei Ubuntu wesentlich schneller als bei Debian. | ||
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| + | Eine LTS-Variante mit Langzeit-Support erscheint alle zwei Jahre, die Nächste ist 14.04 LTS. Für den Server-Einsatz gibt es eine eigene LTS-Ausgabe, | ||
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| + | Angenehm an Ubuntu Server ist, dass die Entwickler auf jeglichen Schnickschnack verzichten und somit den Ansprüchen eines reinen Servers gerecht werden. Auch die für Ubuntu unkomplizierte Firewall ufw (" | ||
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| + | Der Ubuntu Server gilt als solide und stabil. Nicht umsonst bieten Firmen wie Dell und Hewlett Packard Server mit diesem Betriebssystem an. Die Firma hinter Ubuntu, Canonical, bietet für Ubuntu Server professionelle Unterstützung an. Diese beginnt bei 320 US-Dollar pro Jahr. | ||
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| + | Website: http:// | ||
| + | ===== Stabilität ===== | ||
| + | Hinsichtlich Stabilität sind die Enterprise Editionen mit Sicherheit die erste Wahl. Dafür bezahlt man nun einmal das Eintrittsgeld. Konservative Administratoren kennen nur | ||
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| + | * RedHat Enterprise | ||
| + | * SuSe Enterprise\\ | ||
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| + | Allerdings hat sich Ubuntu durchaus den Ruf eines stabilen und trotzdem innovativen Server OS erworben. Debian ist in langer Tradition ebenfalls ein typisches Server-OS. | ||
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| + | Kritik gibt es an CentOS, hier scheint es in der jüngsten Vergangenheit häufiger zu Problemen gekommen zu sein. Arch ist ein Vertreter der schnellen Innovation zu Lasten der Stabilität. GenToo und SlackWare als Dinosaurier erwarten maximales Fachwissen der Administratoren. | ||
| + | ===== Wartbarkeit ===== | ||
| + | Die Wartbarkeit der Server-OS gibt es verschiedene Betrachtungswinkel: | ||
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| + | * Release Zyklen | ||
| + | * Paketmanager | ||
| + | * Admin Oberfläche | ||
| + | * proprietäre Strukturen | ||
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| + | Die konservativen Release Zyklen von RedHat, SuSe und Debian schaffen viel Vertrauen. Ubuntu hat ebenfalls durch die LTS Edition ein langfristiges Konzept. | ||
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| + | Die Paketmanager apt (Debian, Ubuntu) und yum/yast (RedHat, SuSe, CentOS) sind sozusagen der Standard. Die Abhängigkeitsprüfung bei apt ist vorbildlich. Arch bringt mit pacman ein eigenes Konzept mit ebenfalls guter Abhängigkeitsprüfung mit. SlackWare und GenToo erwarten hier viel Fachwissen. | ||
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| + | Über das für und wieder einer grafischen Admin-Oberfläche wird gestritten. | ||
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| + | Die geringsten proprietären Strukturen haben GenToo und SlackWare. | ||
| + | ===== Performance ===== | ||
| + | Die schnellsten Betriebssysteme sind, wenig erstaunlich, | ||
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| + | Allerdings wird die Geschwindigkeit in den Kritiken als eher akademische Größe betrachtet. Keiner der Kandidaten ist hier so abgeschlagen, | ||
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| + | RedHat wirbt mit seinem Einsatz für große Lösungen. Die Marktführerschaft wäre mit Sicherheit gefährdet, wenn die Performance hier einen Engpass darstellen würde. | ||
| + | ===== Sicherheit ===== | ||
| + | Bezüglich der Sicherheit sind Distributionen mit aktueller Software wie Arch besser ausgerüstet als die auf Stabilität bedachten Langzeit Versionen. Allerdings gibt es für alle betrachteten Distributionen regelmäßige Sicherheits-Updates. Gute Kritiken haben hier die Enterprise Editionen, aber auch Ubuntu und Debian. Schlechter sieht es bei SlackWare und GenToo aus, da hier ein Paketmanangement nur rudimentär vorhanden ist. | ||
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| + | Ansonsten gelten für alle Distributionen die gleichen Bedingungen, | ||
| + | ===== Marktentwicklung ===== | ||
| + | Marktführer im Bereich Server-OS ist unangefochten RedHat Enterprise Linux. SuSe hat in der letzten Zeit an Bedeutung verloren, zu groß war die Verunsicherung durch den Novell - Deal. | ||
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| + | Bei den kostenlosen Kandidaten sind CentOS und Debian die meist verwendeten. Debian hat seinen Ruf seit langer Zeit und bleibt wohl auch eine sichere Bank. CentOS hat in jüngster Zeit Verwerfungen und wird nicht mehr als unbedingt positiv eingeschätzt. | ||
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| + | Emporkömmling mit großem Zuwachs ist Ubuntu. Hier macht sich bemerkbar, dass einige Hardwarehersteller für ihre Server Ubuntu empfehlen. Auch strahlt die Bedeutung im Desktop Bereich auf den Einsatz bei Servern aus. | ||
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| + | Arch ist zu experimentell, | ||
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| + | GenToo und SlackWare sind Spezialisten, | ||
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| + | ===== Definitionen ===== | ||
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| + | ==== virtuelle Maschinen ==== | ||
| + | Spezielle Aussagen zum Einsatz der Betriebssysteme als virtuelle Server konnten nicht in Erfahrung gebracht werden. Die verschiedenen Lösungen zur Virtualisierung lassen auch keine einheitliche Betrachtung zu. Man müsste hierzu forschen, wenn feststeht, welche Software zur Virtualisierung der Betreiber verwendet. | ||
| + | ==== LAMP-Server ==== | ||
| + | Typische Konfiguration für einen Linux Server | ||
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| + | * Linux | ||
| + | * Apache | ||
| + | * Mysql | ||
| + | * PHP / Perl | ||
| + | ==== Server OS ==== | ||
| + | Das Linux Betriebssystem ist generell für den Einsatz auf Servern geeignet. Einige [[#Linux Distributionen]] haben aber spezielle Server Versionen. | ||
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| + | In der Vergangenheit waren es speziell für den Einsatz auf Servern optimierte Kernel, die diese Versionen von der Desktop Version unterschieden. Heute werden meist generische Kernel verwendet, so dass die Optimierung nicht mehr im Vordergrund steht. | ||
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| + | Es ist mehr die Auswahl der Softwarekomponenten, | ||
